Florian Uckmann

PraeDoc


Institut für Philosophie
Universität Wien
Universitätsstraße 7 (NIG)
A -1010 Wien

Raum: D 0317 (NIG)
Tel.: +43-1-4277-460732
Mail:
florian.uckmann@univie.ac.at 


Zur Person

Studium der Philosophie, Soziologie und Ästhetik in Jena und Frankfurt/Main. M.A. 2017.

Seit 2018 wiss. Mitarbeiter und Doktorand im FWF-Forschungsprojekt FoNTI: Forms of Normativity - Transitions and Intersections am Institut für Philosophie der Universität Wien.

Forschungsaufenthalte am Exzellenzcluster Normative Orders der Goethe-Universität Frankfurt/Main (2021) und der Freien Universität Berlin (2022)

Seit 2022 assoz. Doktorand am Centre Marc Bloch Berlin


Arbeitsbereiche

systematisch: Ontologie des Sozialen, Kritische Anthropologie, Sozialphilosophie, Politische Philosophie

historisch: Hegel, Heidegger, Schmitt

 

Forschungsschwerpunkte

Soziale Institutionen, Subjektivität, Praktische Rationalität, Zweite Natur, Sozialontologische Liberalismuskritik

 

Dissertationsprojekt

Kritische Anthropologie und Ontologie des Politischen nach Heidegger

Die erkenntnisleitende Grundprämisse des Projekts liegt in der Überzeugung, dass eine Ontologie des Politischen als dem polemischen Raum der Konstitution menschlicher Praxis eine Untersuchung über die Natur von Normativität bzw. die normative Natur der menschlichen Lebensform erfordert. In welchem Zusammenhang steht eine Auffassung von Normativität als für Akteure erkenntnis- und handlungsleitendem Strukturmoment bzw. als Beschreibung der Art ihrer vernünftigen Natur mit der Frage nach der Natur von Rechtsnormen und in ihnen sich manifestierenden Gütern, sowie der wirklichkeitskonstitutiven Kraft sozialer Institutionen? In welchem Verhältnis steht dabei eine Konzeption von Normativität als anthropologischer Kategorie mit der Institutionalisierung eines überindividuellen regelgeleitenden Systems praktischer Vernunft? Dabei gilt es vor allem zu verstehen, wie Normen gleichzeitig durch die grundlegende Freiheit der Akteure selbst gegeben sein können und andererseits als formal-konstitutives Moment der vernünftigen Tätigkeit von Exemplaren der menschlichen Lebensform wirklich sind und wesentlich ihre Natur ausmachen.

Diesen Zusammenhang von Normativität und Natur behandelt das Projekt besonders anhand der sowohl subjekt-, als auch anthropologiekritischen Position Martin Heideggers, die in mehreren Studien innerhalb aktueller Debatten um die Natur vernünftiger menschlicher Fähigkeiten und zeitgenössischer Theorien der menschlichen Lebensform verortet wird. Ein zweiter Fokalpunkt ist die Frage nach den Formen politischer Subjektivität in Verbindung mit den Materialisierungen der politischen zweiten Natur des Menschen in sozialen Institutionen. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Untersuchung der sozialontologischen Grundlagen des Liberalismus in der interdisziplinären Auseinandersetzung mit der Rechts- und Staatstheorie Carl Schmitts. 

 

Vorträge

  • "Natur und Sozialontologie zwischen strukturaler Anthropologie und kritischem Materialismus" | IX. Tagung für Praktische Philosophie, Universität Salzburg, 29./30.09.22
  • "Der Gegenstand der Phronesis" | Tagung "Die politische Natur der menschlichen Lebensform", Max-Weber-Kolleg - Universität Erfurt, 22./23.09.22
  • "Spirit and the Two Natures - A Hegelian View on Pre-Linguistic Understanding and the Essence of Man in Descola and Heidegger" |  "The Comparative Anthropology of Worlding" - Masterclass with Philippe Descola, College of Fellows - Universität Tübingen, 30.05. - 03.06.22
  • "Statische und dynamische Konzeptionen zweiter Natur" |  Workshop des Forschungsnetzwerks Die Gegenwart der klassischen europäischen Philosophie, Universität Wien, 21. - 23.09.21

 

Publikationen

(*peer-reviewed)

  • *Rezension zu Feige, D. (2022): Die Natur des Menschen - Eine dialektische Anthropologie, in: Zeitschrift für philosophische Literatur 10 (2), S. 9-21

Organisation